Monatsspruch Oktober:

 


Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen. Psalm 38,10


Gedanken zum Monatsspruch

 

Liebe Glaubensgeschwister unserer Landeskirchlichen Gemeinschaft in Sosa!


Gott kennt mich. So könnte man die Worte des Beters von Psalm 38 zusammenfassen. Es geht ihm nicht gut als er diese Zeilen schreibt. Von unterschiedlichsten Problemen ist er umgeben. Ja selbst von Gott ist bisher nichts zu hören. Und dennoch wagt er es seine Sorgen und Sehnsüchte vor Gott zu benennen. Denn nur bei ihm hofft er letztlich auf Verständnis und Hilfe zum guten Ende, auch wenn das im Augenblick noch unendlich fern scheint. Es ist die Lebenserfahrung von vielen gläubigen Menschen vor uns. Der große Gott kennt uns besser als wir uns selbst. Er weiß ganz genau, was in unserem Innersten los ist. Kein anderer Mensch, auch nicht der vertrauteste, kann so tief das Sehnen des Herzens erfassen. Dort wo wir das, was uns bewegt, kaum selbst in Worte fassen können, gerade dort sind wir offen vor Gott. Er weiß und versteht. Und er weiß am besten, was für uns gut ist. Dabei hält er auch das Klagen aus. Gerade die Psalmen sind an manchen Stellen voll von Klage. Einige nennen sich sogar Klagepsalmen. Wichtig ist dabei, dass die Adresse stimmt. Wenn wir nämlich nur für uns klagen, drehen wir uns im Kreis und kommen nicht vorwärts. Wenn wir vor anderen Menschen klagen, kann es geschehen, dass die auch noch mit nach unten gezogen werden. Aber das Seufzen und Klagen vor Gott ausgesprochen, verbunden mit der Bitte: „Herr erbarme dich!“ hat schon große Veränderungen bewirkt. Wer sollte denn sonst helfen, wenn nicht der allmächtige Gott. Man könnte also die Aussage des Psalmbeters auch so zusammenfassen und für sich selbst so annehmen: Gott kennt mich ganz genau. Deshalb will ich es wagen alle meine innersten Wünsche und Sehnsüchte vor ihm auszubreiten: „Herr erbarme dich und hilf mir! Wer denn sonst?“

Es grüßt euch Andreas


 
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