Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen!
Galater 5,1
Was ist ein Joch? Als es unsere modernen Fortbewegungsmittel noch nicht gab, als Bus und LKW noch unbekannt waren, beherrschten Pferde- und Ochsenkarren das Straßenbild. Jedes Kind wusste aus eigener Anschauung, wie ein Joch funktionierte. Um einen Wagen ziehen zu können, musste dem Tier ein möglichst passendes Joch über die Schultern gelegt werden. Damit konnte und musste es ab sofort für seinen Besitzer arbeiten. Also die Last ziehen und das so lange und dort hin, wie sein Besitzer es befehligte. Freiheit sieht anders aus. Im übertragenen Sinn gibt es solche Unterjochung auch für ganze Völker. Viele Beziehungen zwischen Menschen haben mit Zwang und Abhängigkeit zu tun. Arbeitsverhältnisse können in moderne Sklaverei ausarten. Und manch Einer, der die große Freiheit suchte, fand sich in der Abhängigkeit von Alkohol und Drogen wieder. Kennst du solche unsichtbaren Joche? Wer will dich vor seinen Karren spannen und dir befehlen, wo es hingeht? Paulus erinnert die Gemeinden in Galatien an die Freiheit, die sie durch Christus gewonnen haben - Freiheit auch vom Gesetz, denn Christus ist des Gesetzes Erfüllung. Paulus sieht die Gefahr und warnt davor. Nach einer Zeit der Gewöhnung an die geschenkte Freiheit, zog eine gewisse Gleichgültigkeit ein. Und dann kamen Irrlehrer mit gesetzlichen Forderungen: Wenn ihr wirkliche Christusnachfolger sein wollt, dann müsst ihr aber auch noch… . Zu allen Zeiten der Christenheit gab es solche Kataloge der äußerlichen Verhaltensregeln und Zusatzverpflichtungen. Freiheit sieht anders aus. Zuallererst bin ich meinem Herrn verpflichtet. Für ihn will ich mich voll ins Zeug legen und freiwillig und aus Dankbarkeit einspannen lassen, damit der Karren „Gemeinde“ weiterläuft und das Evangelium der Freiheit und Liebe in unsere Welt transportiert wird.
Bist du dabei? Aber bitte freiwillig.
Einen gesegneten Monat Oktober wünscht Andreas.