Monatsspruch Juni

Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod. Hoheslied 8,6

Gedanken zum Monatsspruch 

In diesem Monat geht es um die Liebe. In der Bibellese werden wir eine Woche lang Texte aus dem Buch Hohelied bedenken. Im Gegensatz zu vielen anderen Bibelversen spricht Salomo mit dem Wort Liebe wirklich zuerst von der Liebe zwischen Mann und Frau. Wie wunderbar kann es sein, die Kraft der Liebe zu spüren. Gott der Schöpfer hat sich da etwas sehr Schönes für seine Menschenkinder ausgedacht. Wir dürfen das als ein großes Geschenk annehmen und dankbar genießen. „Die Liebe ist stark wie der Tod.“ so drückt es der Dichter aus. Wer frisch verliebt ist, dem kann man das manchmal schon von weitem ansehen. Aber Liebe ist mehr als ein kurzfristiges Gefühl. Schmetterlinge im Bauch – das ist nicht alles. Zur Liebe gehört auch Beständigkeit und Verlässlichkeit. So verstehe ich die Aussage mit dem Siegel auf Herz und Arm. Ein Siegel bestätigt immer etwas Verbindliches. Die Zugehörigkeit wird für alle sichtbar und damit auch rechtsverbindlich gemacht. Ein Siegel kann nicht einfach von einem Unberechtigten gebrochen werden. Auf Herz und Arm soll das Siegel gelegt werden. Der Geliebte wird so alles Wollen und Handeln mitbestimmen. Was braucht der Andere? Was macht ihm Freude? Das sind Fragen, die liebende Menschen bewegen. Der Blick geht weg vom eigenen Vorteil, hin zum Glück des Anderen und dadurch können wir uns wunderbar ergänzen. Natürlich kann man die Liebestexte im Buch Hohelied auch noch auf einer anderen Ebene verstehen. Menschliche Liebe ist immer auch ein Hinweis auf die noch viel größere göttliche Liebe. Paulus schreibt in Epheser 5,25: „Ihr Männer liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben.“ Diesem Vorbild wollen wir nacheifern und Liebe einüben. Gleichzeitig merken wir, dass wir in der Liebe nie vollkommen werden. Einen Monat wird uns dieser Spruch begleiten.

Viel Freude beim Einüben der Liebe wünscht Andreas.