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Besser eine Hand voll mit Ruhe, als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
Prediger 4,6

Wie fängt man einen Affen? Die Methode der Einheimischen ist genial einfach. Eine Nuss, ein Tonkrug mit engem Hals und fertig ist die Affenfalle. Der neugierige Affe steckt seine Hand in den Krug, um die Nuss zu greifen. Die Faust mit der Nuss ist aber größer als die Öffnung, deshalb bleibt der Arm im Krug. Das Einfachste wäre jetzt, die Hand ohne Nuss wieder herauszuziehen. Das macht der Affe aber nicht, denn er will ja die Nuss haben. Weil er krampfhaft seinen Besitz in der Faust hält, riskiert er seine Freiheit und wird mit Krug am Arm in einen Käfig gesperrt. Soweit die Geschichte – ob das wirklich noch klappt, oder ob die Affen inzwischen dazugelernt haben, weiß ich nicht. Aber das krampf -
hafte Festhalten am Besitz habe ich bei manchem unserer Mitmenschen auch schon beobachtet. Mit wirklicher Freiheit hat das dann nichts mehr zu tun. Weniger ist oft mehr. In Ruhe und Dankbarkeit die materiellen Dinge, die uns der Schöpfer anvertraut hat, nutzen und genießen können, ist geradezu eine Gabe Gottes. Das stellte schon der Prediger Salomo fest. Aus diesem Buch der Weisheitsliteratur des Volkes Israel ist der Spruch für den Monat entnommen. Viele Lebenswahrheiten sind darin zusammengefasst. Der Prediger beschreibt den Menschen in all seiner Unvollkommenheit und letztlich auch in seiner Vergänglichkeit. Wer nur auf materielle Dinge ausgerichtet ist, trifft immer ein bisschen zu
kurz und auf jeden Fall am Ziel vorbei. Sinnlos und Haschen nach Wind ist dafür die Umschreibung des Predigers. Was bleibt am Ende Verwertbares übrig von meinem Leben? Habe ich verstanden, dass Gott die Ewigkeit in mein Herz gelegt hat (Prediger 3,11)? Wer nicht die Freiheit in Jesus Christus gefunden hat, gleicht einem Affen mit einer hohlen Nuss in seiner Faust. Lass los! Wähle das Leben in Freiheit!

Einen gesegneten Monat September wünscht Andreas.

 

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